Dienstag, 16. April 2019

Diagnose: unbrauchbar.

Unsere neue Dokumentation ist so gut wie fertig. Hier die ersten Stills. Ich glaube, sie ist ganz gut gelungen. Sendetermin: 4. Mai 2019, 20.15 Uhr, ORF III.
(Alle Bilder Copyright Trilight Entertainment)



Sonntag, 14. April 2019

Ganz nah dran an der Geschichte.

Ein Besuch im Photoatelier Setzer-Tschiedel versetzt die Besucher ruckzuck ins Jahr 1910. Im Dachboden des Hauses Museumstraße 5 hat sich ein Atelier so erhalten, wie es damals war. Und das Tolle: Gleich nebenan war das legendäre Filmstudio von Anton und Louise Kolm, wo sie gemeinsam mit Jakob Fleck die ersten Schritte in Richtung Filmproduktion wagten!

Mittwoch, 27. März 2019

Im Metrokino. Wo sonst?

Würdige Buchpräsentation meines Buches "Louise, Licht und Schatten" im historischen Saal des Metro Kinokulturhauses. Gemeinsam mit Nikolaus Wostry vom Filmarchiv habe ich über Louise Veltée/Kolm/Flecks Leben erzählt, Monika Kulossi - Louise Flecks Enkelin - hat sich an ihre Großmutter erinnert, danach gab´s den Stummfilm "Der Doppelselbstmord" aus dem Jahr 1917, inklusive Live Klavierbegleitung. Ein schöner Abend mit vielen Freunden und interessierten Menschen!




Alle Fotos Copyright: Gerald Gottlieb

Mittwoch, 20. März 2019

Louise goes Diagonale.

Ein schöner, informativer und lustiger Abend im Rechbauerkino. Im Rahmen der diesjährigen Diagonale wurde "Die Ahnfrau", ein Stummfilm aus dem Jahr 1919 in der Regie von Louise Kolm und Jakob Fleck, live von Amina Handke und Asli Kislal kommentiert. Ich durfte zu Beginn ein bissl was Biografisches erzählen. Ein paar Zweifel sind geblieben - warum gehen Baron Borotin und die Soldaten einfach einmal im Kreis herum und warum verschwindet Jaromir immer wieder nach draußen, wenn er doch im Schloss eigentlich in Sicherheit ist???


Montag, 18. März 2019

Schöner Drehort, traurige Geschichte, Teil 2.

Am Wochenende auf Dreh in Oberösterreich, Schloss Hartheim bei Alkoven. Heute ein friedlicher Ort, damals eine Stätte des Grauens. Rund 30.000 Menschen wurden hier zwischen 1940 und 1944 von den Nationalsozialisten ermordet.


Sonntag, 10. März 2019

Schöner Drehort, traurige Geschichte.

Unsere nächste Fernsehdokumentation für ORF III ist in Arbeit. Unter dem Titel "Diagnose: unbrauchbar" beschäftigen wir uns mit den beschönigend "Euthanasie" genannten Morden des NS-Regimes. Gestern beim Dreh am Steinhof in Wien, kommendes Wochenende sind wir dann in Hartheim/Oberösterreich.

Sendetermin: Samstag, 4. Mai 2019, in der Reihe "zeit.geschichte"
Produktion: Volkmar Geiblinger / Trilight Entertainment
Kamera: Gerald Gottlieb
Ton: Nik Suchentrunk
Schnitt: Thomas Rath

Mittwoch, 20. Februar 2019

Louise Fleck im Radio und im Buchhandel.

Heute in den Ö1-Dimensionen. Eine halbe Stunde sprechen Expertinnen und Experten über Louise Fleck, die erste Filmregisseurin Österreichs. Das Buch ist gestern aus der Druckerei gekommen und findet hoffentlich viele interessierte Leserinnen und Leser!

Freitag, 15. Februar 2019

The Austrian Boy.

The Austrian Boy - Ein Leben zwischen Wien, London und Hollywood, so heißt ein Buch über Hans Menasse, den Vater der Schriftsteller Eva und Robert Menasse. Ihn jedoch nur auf die Vaterrolle zweier Autoren zu reduzieren, ist zu kurz gegriffen und geht aus mehreren Gründen nicht: erstens gibt es eine weitere Tochter, wie Hans Menasse selbst immer wieder betont, und zweitens liest sich sein Leben selbst wie ein Roman. Die Autoren - der Fußballspezialist Alexander Juraske, die Zeithistorikerin Agnes Meisinger und Hans Menasses Neffe Peter - nähern sich der Person Hans Menasse von verschiedenen Seiten, beleuchten nicht nur die fußballerische Karriere sondern erzählen auch ausführlich von Kindheit, Beruf und Familie.

Geboren wird Hans Menasse im Jahr 1930 in Wien, der Vater jüdisch, die Mutter katholisch. Er ist ein aufgeweckter Bub mit einer großen Leidenschaft: Dem Fußball. Jede freie Minute wird auf der Straße oder im Beserlpark mit dem Fetzenlaberl gespielt. Bis zum sogenannten Anschluss 1938. Doch der kleine Hans bekommt von der politischen Situation recht wenig mit: "Ich kann mich nur erinnern, dass ich einmal auf der Straße gesehen hab, wie so Leute aufwischen oder aufwaschen, da war ich mit meinem Vater oder meiner Mutter – das weiß ich nicht mehr – und die hat gleich gesagt „Komm, gehen wir weiter“. Uns, also mich zumindest, hat man sehr ferngehalten von allem und man hat auch in meiner Gegenwart nicht darüber gesprochen."

Es ist nicht nur Hans` Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, immer wieder geht es auch um Hans` großen Bruder Kurt, er ist sieben Jahre älter. Und er erlebt die Zeit ganz anders, etwa bei einem Kinobesuch, erzählt Hans Menasse: "Da hat er dann irgendwie mitbekommen, dass draußen irgendwie größere Wirbel waren und größere Schreiereien und so weiter, und da ist er gleich drinnen geblieben und hat sich den Film noch ein zweites Mal angeschaut."

Für die beiden Brüder Hans und Kurt ergibt sich Ende 1938 die Möglichkeit, mit einem Kindertransport nach England zu fahren. So können zumindest die Kinder vor dem NS-Regime flüchten, auch wenn es Hans als Kind nicht so empfunden hat: "Ich hab nur dann bemerkt, dass sehr, sehr viele Eltern geweint haben und eine sehr traurige, niedergeschlagene Stimmung geherrscht hat, aber ich war ja mit meinem Bruder, der war 15 schon, und der hat auf mich aufgepasst und war immer bei mir. Also für mich war das keine so bedrohliche oder arge Situation."

Es ist der 20. Dezember 1938. Hunderte Kinder reisen in eine ungewisse Zukunft.
"Der Abschied war relativ schnell und kurz, weil ich glaube, die Eltern hätten sonst zu viel mitgemacht, wenn wir uns da länger verabschiedet hätten."

In England findet Hans schließlich bei der Familie Cook in Dunstable ein Zuhause, Auntie Floss und Uncle Tom sind bald mehr als nur Pflegeeltern. Fotos aus der Zeit zeigen einen schlaksigen jungen Mann, beim Cricket und am Fahrrad. "Und meine ganze Leidenschaft war das Fußballspielen. Und ich hab dort sehr bald in einer Jugendmannschaft Fußball gespielt, relativ erfolgreich und es ist mir dann ganz gut gegangen und ich habe mich wohlgefühlt."

Bei Luton Town ist der junge Hans Menasse als flink und torgefährlich bekannt. An den Wochenenden wird gekickt, während der Woche arbeitet Hans noch vor Schulbeginn als Zeitungsausträger. Jeden Tag fährt er mit dem Fahrrad seine Runde: "Und während ich das gemacht habe, hab ich die Zeitungen gelesen natürlich. Und auf der ersten Seite sind immer die großen Berichte über den Krieg gewesen und auf den hinteren Seiten waren die Fußballnachrichten und die Fußballresultate, und ich hab beides immer ziemlich verschlungen."

Von den Eltern hat Hans Menasse seit Jahren nichts gehört. Erst Ende 1946, Anfang 1947 erhält er einen Brief, die Eltern haben überlebt. Hans Menasse entschließt sich schweren Herzens zur Rückkehr nach Wien. Seine Rettung ist einmal mehr der Fußball.

"Mein Vater hat mich sofort zur Vienna auf die Hohe Warte gebracht und ich hab dort unterschrieben, und ich hab dort sofort in der Jugendmannschaft von der Vienna gespeilt, den Junioren", sagt Hans Menasse, der dem Verein zehn Jahre lang die Treue hält, auf zahlreichen Bildern in diesem Kapitel ist er in Aktion zu sehen. Darauf folgt noch ein Jahr bei der Wiener Austria, bevor gesundheitliche Probleme die Profikarriere stoppen.

"Nachträglich muss ich sagen, ich hab doch Glück im Unglück gehabt, weil dadurch dass ich in England war und Englisch konnte – perfekt natürlich – hab ich einen super Job bekommen bei einem englischen bzw. amerikanischen Filmverleih, bei dem ich fast 50 Jahre geblieben bin und wo es mir sehr gut gegangen ist."

Hans Menasse war Kontaktmann und Vermarkter von Hollywood Produktionen, betreute zahlreiche Stars: Sophia Loren, Charlton Heston, Alfred Hitchcock, Steven Spielberg, Arnold Schwarzenegger. Ein Leben zwischen Wien, London und Hollywood – und dieses Buch hält am Schluss noch eine Überraschung bereit, Bonusmaterial sozusagen: Ein gemeinsames Nachwort der Geschwister Robert, Eva und Tina Menasse, in dem sie ihren Vater Hans Menasse nochmals von einer ganz anderen Seite zeigen: als Meister des Wortgefechts und des Geschichtenerzählens. The Austrian Boy ist ein sympathisches Buch über einen überaus sympathischen Menschen.

Info:
Alexander Juraske, Agnes Meisinger, Peter Menasse: The Austrian Boy - Ein Leben zwischen Wien, London und Hollywood (Böhlau Verlag 2019)

Donnerstag, 14. Februar 2019

Mittwoch, 13. Februar 2019

Neue Doku - schwieriges Thema.

Die Finanzierung ist gesichert, die Arbeiten für die neue Dokumentation können beginnen. Es geht um das Thema "Euthanasie" in der NS-Zeit, die Schwerpunkte liegen auf Steinhof (Wien) und Schloss Hartheim (Oberösterreich). Geplanter Sendetermin ist der 3. Mai 2019, 20.15 Uhr.